Feuerwehr Einsätze

Nachlöscharbeiten, Freitag, 27.10.2017
Um 08.54 Uhr gab es wieder Alarm. An der Einsatzstelle der letzten Nacht waren Rauchwolken entdeckt worden. Tatsächlich hatte ein verborgenes Glutnest in dem großen Schutthaufen zu kokeln begonnen. Dieser Kleinbrand konnte schnell gelöscht werden. Mit der Wärmebildkamera wurde nochmals der Schutthaufen überbprüft. Diese zeigte noch ein paar kleine Glutnester an, die gelöscht wurden.

Am Nachmittag des Tages wurde dann eine große Reinigungsaktion durchgeführt. Berge von dreckigen Schläuchen mussten gereinigt werden. Gebrauchte Atemschutzgeräte wurden gereinigt und wieder einsatzbereit gemacht. Die verschmutzte Einsatzkleidung in die Reinigung gegeben, Fahrzeuge gewaschen und alle Geräte wieder auf Vordermann gebracht.

Großbrand, Donnerstag, 26.10.2017
Die Alarmmeldung der Leitstelle um 19.21 Uhr hörte sich recht harmlos an. „Unbekannte Rauchentwicklung in der Egon Höhmann Straße 9“, hieß es. Doch schon beim Ausrücken wurde das Einsatzstichwort in „Gebäudebrand“ geändert. Und bei der Ankunft an der Einsatzstelle am Kreuzweg 10 fanden die Einsatzkräfte eine Lagerhalle vor, die bereits in Vollbrand stand.
Ein freilaufender Wachhund innerhalb des eingezäunten Areals hinderte anfangs die Einsatzkräfte daran, in die unmittelbare Nähe der brennenden Halle zu gelangen. Kurze Zeit später konnte der Besitzer ihn an die Leine nehmen. Dadurch wurde der Hund gerettet. Er wäre sehr wahrscheinlich durch die starke Hitze verbrannt.
Bei dem Brandobjekt handelt es sich um eine zweiteilige Halle, in der zu gleichen Teilen Lebensmittel und KFZ- Teile gelagert werden. In einem Teil der Halle befindet sich eine Wohnung, in der eine 4 köpfige Familie wohnt. Diese konnte ihre Wohnung noch rechtzeitig und unverletzt verlassen. Sie wurde vom Rettungsdienst betreut. Um die Halle herum standen in mehreren Reihen dicht gedrängt Altfahrzeuge.
Den Einsatzkräften war schnell klar, dass zu diesem Zeitpunkt eine Rettung der Halle nicht mehr möglich war. Man konzentrierte sich auf den Schutz der umliegenden Gebäude mit sogenannten Riegelstellungen. Mit viel Wasser wird die enorme Wärmestrahlung herabgekühlt.
Umgehend wurden weitere Feuerwehren zur Unterstützung angefordert.
Zwei heftige Explosionen in der Halle sorgten für den Teileinsturz einer Hallenwand und eines zugehörigen Metalltors. Dadurch kam es zur Durchzündung in der Halle, und die Intensität des Feuers nahm schlagartig zu.
Vermutlich waren eine oder mehrere Gasflaschen geborsten. Eine riesige Rauchwolke entwickelte sich.
Der massive Wassereinsatz sorgte dafür, dass die reichlich vorhandenen Hydranten nicht mehr das benötigte Wasser liefern konnten. Man musste zusätzlich auf das Kasseler Wassernetz zugreifen. Dafür wurden mehrere Hundert Meter Schlauchleitung verlegt.
Für die vielfältigen Aufgaben benötigte man viele Einsatzkräfte. Im Laufe des Einsatzes unterstützten die Männer und Frauen der Berufsfeuerwehr Kassel, der Feuerwehren aus Nieste, Baunatal, Helsa, Fuldatal und Hofgeismar die Kollegen aus Niestetal. Dazu kamen noch die Rettungskräfte des bereitstehenden ASB- Rettungsdienstes und die Polizisten, die die Einsatzstelle großräumig absperrten.
Insgesamt waren rund 120 Einsatzkräfte im Einsatz.
Die Versorgung der Einsatzkräfte mit Getränken und Essen übernahmen die Mitglieder der Ehren- und Altersabteilung und einige Frauen.
Schon nach einer halben Stunde konnte gemeldet werden, dass das Feuer unter Kontrolle sei. Doch es dauerte noch einige Stunden, bis der Brand endgültig gelöscht war. Eine große Hilfe waren die beiden Drehleitern von Kassel und Kaufungen. Eine große Unterstützung war auch ein Bagger, der von einer nahegelegenen Baufirma angefordert wurde. Mit diesem war es möglich, ein Teil des Daches einzureißen. So konnte das Feuer letztendlich von oben gelöscht werden.
Wegen der enormen Rauchentwicklung wurde auch vorsorglich die Bevölkerung gewarnt, Türen und Fenster zu schließen. Der Gefahrstoffzug aus Fuldatal führte an verschiedenen Stellen in der Umgebung Messungen durch. Die Konzentration der Gefahrstoffe lag aber weit unter den zulässigen Grenzwerten.
Eine Falschmeldung, die im Internet kursierte, beschäftigte die Einsatzleitung noch zusätzlich. In der Meldung hieß es, dass die angrenzende Flüchtlingsunterkunft brennen würde. Das musste mehrfach dementiert werden. Immer wieder musste bekannt gegeben werden, dass es sich lediglich um den Brand eines Industrieobjektes handelt. Da die Flüchtlingsunterkunft derzeit nicht belegt ist, mussten auch keine zusätzlichen Maßnahmen ergriffen werden..
Im Laufe der Nacht konnten die auswärtigen Feuerwehren wieder abrücken. Für die Niestetaler Feuerwehrleute endete der direkte Einsatz gegen 02.30 Uhr. Die umfangreichen Reinigungsarbeiten wurden auf den nächsten Tag verlegt.
Der Sachschaden wird auf einen mittleren sechsstelligen Betrag geschätzt. Die Brandursache ist noch nicht geklärt und muss von der Polizei noch ermittelt werden.

Tragehilfe, Montag, 16.10.2017
"Kleineinsatz mit Dringlichkeit", lautete die Alarmmeldung um 03.24 Uhr. Der Rettungsdienst hatte die Feuerwehr angefordert, um einen Patienten zu transportieren. Eigentlich ein normaler Einsatz. Doch dieser sollte anders sein.
Bei der Ankunft an der Einsatzstelle behandelte die Notärztin und die Rettungsassistenten einen stark blutenden Patienten. Da dieser zu verbluten drohte, sollte er so schnell wie möglich in ein Krankenhaus. Jetzt musste alles ganz fix ablaufen. Der Patient musste in dem engen Badezimmer im Obergeschoss des Wohnhauses in ein Tragetuch gelegt werden und über eine enge Treppe zum Rettungswagen gebracht werden. Dabei kam jeder der Beteiligten mit Blut in Berührung. Für die meisten war dieser Einsatz eine psychische Belastung. Denn in der Regel kommen Feuerwehrleute weniger mit Blut in Berührung. Letztendlich musste die gesamte Einsatzkleidung aller Beteiligten in einer Spezialreinigung gereinigt und desinfiziert werden. Das Tragetuch war so stark mit Blut kontaminiert, dass es entsorgt werden musste.

Verkehrsunfall, Samstag, 07.10.2017
„Verkehrsunfall mit eingeklemmten Personen“ lautete die Alarmmeldung um 16.09 Uhr.
Auf der Straße zwischen Sandershausen und Spiekershausen waren zwei Fahrzeuge frontal zusammengefahren.
Bei Ankunft an der Einsatzstelle waren alle am Unfall beteiligten Personen schon aus den beiden Fahrzeugen befreit und wurden vom Rettungsdienst versorgt.
Ein Fahrer erlitt lebensbedrohliche Verletzungen. Nach einer Erstversorgung an der Unfallstelle wurde er in ein Krankenhaus eingeliefert. In dem Fahrzeug saß auch noch ein Kleinkind, das zum Glück nicht verletzt wurde. Vorsorglich kam es auch zur Untersuchung in ein Krankenhaus.

Die Feuerwehr nahm ausgelaufene Betriebsstoffe auf und reinigte die Unfallstelle.
Um die genaue Unfallursache klären zu können, wurde ein Gutachter in die Ermittlungen einbezogen. Während der gesamten Unfallaufnahme musste die Landesstrasse komplett gesperrt werden.

Türöffnung, Donnerstag, 28.09.2017
Alarmierung um 19.04 Uhr. Der Pflegedienst hatte die Feuerwehr angefordert. Der Zugang zu einer Patientin war durch eine verschlossene Wohnungstür versperrt. Mit Hilfe von Spezialwerkzeug konnte die Wohnungstür schnell geöffnet werden. Danach hatte der Pflege- und Rettungsdienst Zugang zur Patientin.

Brandmeldeanlage SMA, Mittwoch, 27.09.2017
Die Brandmeldeanlage des Solarwerks 3 am Sanderhäuser Berg hatte um 17.04 Uhr Alarm ausgelöst.
Bei der Erkundung konnte jedoch nichts festgestellt werden. Vermutlich hatte der ausgelöste Melder einen Defekt. Die Brandmeldeanlage wurde zurückgesetzt und die Einsatzstelle an die anwesenden Brandschutzhelfer übergeben.

Gebäudebrand, Freitag, 22.09.2017
„Gebäudebrand mit Menschenleben in Gefahr“ hieß die Alarmmeldung der Leitstelle um 17.48 Uhr. Bei dieser Meldung und der durchgegebenen Adresse stellen sich die Nackenhaare aller Einsatzkräfte hoch. Jeder weiß, dass in dem Mehrfamiliengebäude Egon-Höhmann-Straße 10 mehrere Menschen mit Behinderungen wohnen. Deshalb auch das große Aufgebot an Fahrzeugen von Feuerwehr und Rettungsdienst.
Zum Glück war der Einsatz nicht so dramatisch wie die Meldung. Ein brennender Wasserkocher in der Wohnung einer gehbehinderten Bewohnerin war der Auslöser des Alarms. Der Kleinbrand war bereits bei der Ankunft gelöscht. Mit einer Wärmebildkamera wurde sicherheitshalber noch die Umgebung der Brandstelle überprüft. Nachdem die Wohnung durchlüftet wurde, konnte die Feuerwehr wieder abrücken. Der Rettungsdienst kümmerte sich um die Bewohnerin.

Türöffnung, Mittwoch, 20.09.2017
Alarmierung um 21.45 Uhr. Der Rettungsdienst hatte die Feuerwehr angefordert. Der Zugang zu einem Patienten war durch ein Vorhängeschloss mit einer Kette versperrt. Mit Hilfe eines Bolzenschneiders war die Kette schnell durchtrennt. Danach konnte der Rettungsdienst dem Patienten helfen.

Brandmeldeanlanlage AWO, Montag, 04.09.2017
Die Brandmeldeanlage des Alten- und Pflegeheims an der Karl Marx Straße hatte den Alarm um 02.15 Uhr ausgelöst. Bei der Erkundung vor Ort wurde festgestellt, dass vermutlich ein Spinnennetz in einem Rauchmelder den Alarm ausgelöst hatte. Die Anlage wurde wieder zurück gesetzt. Weitere Tätigkeiten waren nicht erforderlich.

Ölspur, Mittwoch, 16.08.2017
Alarmierung um 08.44 Uhr. Auf der Werner Bosch Straße befand sich eine 4 Meter breite und 300 Meter lange Ölspur. Es wurden im Kreuzungsbereich Warnschilder aufgestellt und eine Fachfirma beauftragt. Diese beseitigte später die Ölspur.

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