Jedes Jahr dasselbe! Der TSV 1860 München verliert gegen den VfL Bochum 1:3 und dümpelt in der Tabellenmitte vor sich hin. Besonders schlimm ist dabei die Tatsache, dass die Niederlage mehr als verdient gewesen ist. Nach einem 2:4 gegen Dynamo Dresden und einem 1:1 gegen den SC Paderborn ist dies schon das dritte Heimspiel ohne Dreier. Ist der Arena-Fluch da? Gemeinsam mit Alemannia Aachen ist 1860 das einzige Team, das nach einem Rückstand noch keinen Punkt holte. Nach frühen Gegentoren von Takashi Inui(8.) und Collin Benjamin(18.) war die Partie somit schon schnell entschieden. Benjamin ist auf dem besten Weg die Eigentorschützenkanone zu gewinnen, wenn es denn eine solche gäbe. Schon bei der Pokal-Pleite in Düsseldorf(0:3) traf er in die eignenen Maschen. Richtig frech: Inui schoss von der Mittellinie aufs Tor, da 1860-Keeper Gabor Kiraly zu weit nach vorner gegangen ist, doch er traf nur die Latte(21.). 1860 war daraufhin stets bemüht, doch offensiv fehlte es an Ideen. Sandro Kaiser, der sich in der Woche krank meldete und überraschenderweise doch in der Startelf stand, wirkte völlig überfordert und wurde nach einer halben Stunde durch Arne Feick ersetzt. Wie man bei Sky erkennen konnte, rief Kaiser bei seiner Auswechslung das S-Wort. In der zweiten Hälfte hätten die Münchner das Heft in die Hand nehmen können. Lukas Sinkiewicz zerrte Benny Lauth im eigenen Strafraum zu Boden. Den völlig berechtigten Elfmeter schoss Lauth aber zu stümperhaft, zu platziert, so dass Bochum-Schlussmann Fabian Luthe parieren konnte(56.). Immerhin erzielte Lauth nach schöner Vorarbeit von Kai Bülow in der 65. Minute den Anschlusstreffer. Kurz vor Ende der regulären Spielzeit landete ein Freistoß von Lauth im Tor. Der Jubel war groß, doch es handelte sich um eine Abseits-Position(89.). Im Gegenzug stellte Mirkan Aydin den 3:1-Endstand her(90.). Jetzt ist erstmal Länderspielpause, doch das könnten 2 unruhige Wochen werden...
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