Pontifikalamt anlässlich Kirchen-Erhebung zur "Basilica minor" am 12. Nov.05.11.2018
Borna/Wechselburg (05.11.2018). Es war eine außerordentliche Freude als Bischof Heinrich Timmerevers im Rahmen der Bistumswallfahrt nach Wechselburg am 16. September 2018 verkündete, dass Papst Franziskus die Wechselburger Basilika "Heilig Kreuz" zur "Basilica minor", zur päpstlichen Basilika, erhoben hat. Im Jahr des 850-jährigen Bestehens ist dies eine besondere Auszeichnung für die Wallfahrtskirche, die in der Region, aber auch weit darüber hinaus eine große Bedeutung hat. Nun wird dieser sowohl geistlich, geschichtlich und kunsthistorisch bedeutsame Ort durch eine besondere Verbindung nach Rom ausgezeichnet.

Aus diesem Anlass findet am Montag, dem 12. November, um 17:30 Uhr ein Pontifikalamt mit Erzbischof Nikola Eterovic, dem Apostolischen Nuntius in Deutschland, Barnabas Bögle OSB, dem Abt der Benediktinerabtei Ettal, und Bischof Timmerevers statt. In diesem feierlichen Gottesdienst am Kirchweihtag der Wechselburger Basilika wird die Ernennungsurkunde verlesen und das päpstliche Wappen enthüllt, welches ab diesem Tag die Wallfahrtskirche schmücken wird.

Hintergrund: "Basilica minor" ist in der katholischen Kirche ein Ehrentitel, mit dem der Papst bedeutungsvolle Kirchen auszeichnet. Weltweit gibt es etwa 1.800, in Deutschland nunmehr 77 solcher Gotteshäuser. Die Wechselburger Basilika ist die erste katholische Kirche in den ostdeutschen Bundesländern, die diesen Titel trägt.

Für viele Besucher ist die romanische Wallfahrtskirche in Wechselburg bereits seit langem "die Basilika". Diese Bezeichnung bezog sich bisher jedoch nur auf den Baustil. Ausgehend von der römischen "Königshalle", einem durch Säulen gegliederten Prachtbau für Gerichtssitzungen und Handelsgeschäfte, begann man in der Spätantike, nach diesem Vorbild Kirchen zu errichten. Dabei übernahm man deren Bezeichnung "Basilika", um auf Christus als König der Gläubigen zu verweisen. Nun wird die Wechselburger Wallfahrtskirche auch eine "echte" Basilika.

Dem vorausgegangen war eine entsprechende Bitte der Benediktiner. Diese griff Bischof Timmerevers auf. Nach Zustimmung der Deutschen Bischofskonferenz konnte ein Antrag in Rom eingereicht werden. Er enthielt detaillierte Angaben zur Baugeschichte, zur Ausstattung der Kirche, zu Gottesdiensten und sonstigem kirchlichen Leben sowie den Wallfahrten. Nach Prüfung des Antrags durch die Gottesdienstkongregation konnte der Bischof die positive Nachricht verkünden.
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